“Die dänische Zuschauergemeinde beträgt fast 40'000 Personen “ bestätigt John Nielsen, der beides ist, Essex Team Manager aber auch Fahrer. Die Anzahl qualifizierter dänischer Fahrer und das passionierte dänische Rudel welches seine Nationalhelden unterstützt, erklärt bestimmt die große Anzahl der Fans.
Tom Kristensen, Sohn des dänischen Tourenwagen-Meisters Carl Erik Kristensen, ist Zeit seines Lebens eng mit der Automobil-Welt verbunden. Geboren wurde er am 7. Juli 1967 in Hobro. Als Starter in der Kategorie LMP1 am 2008 24-Stunden-Rennen von Le Mans, ist Kristensen mit elf Le Mans Teilnahmen unumstritten der meist dekorierte Fahrer im Lager. Sieben Mal stand er als Sieger auf dem Podest, sechs Mal sogar in Folge (1997, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005), ein absoluter Rekord in der Geschichte von Le Mans. Es ist eine Liste von Erfolgen die Kristensen zu einer Legende machen. 2006 erhielt er die Rolex „Spirit of Le Mans“ Trophy, die bei jeder Austragung einer Persönlichkeit verliehen wird, die den echten Geist der 24-Stunden von Le Mans am besten verkörpert.
Diese Trophy ist natürlich eine Rolex Cosmograph Daytona, die offizielle Uhr des 24-Stunden-Rennens von Le Mans und der Le Mans-Serien. „Spirit of Le Mans“ und der Name des Empfängers sind auf Unterseite des Uhrengehäuses eingraviert, ein exklusives und ewiges Andenken. Die Rolex Cosmograph Daytona symbolisiert in perfekter Weise die benötigte Präzision, die ein Erfolg in diesem legendären Motorsport-Test erfordert.
Im Laufe der Jahre hat Kristensen viele Trophäen gesammelt. Als Bestätigung seines Legenden-Status hat der Däne nicht nur zusammen mit dem italienischen Meister Michele Alboreto gewonnen, sondern auch 1997 mit dem Schweden Stefan Johansson, als er das allererste Mal am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teilgenommen hat.
Ungewöhnlicherweise hat Kristensen während seiner gesamten Karriere auch erfolgreich die Lenkräder gewechselt: nachdem er mit TVR gefahren ist und damit seinen ersten Erfolg erzielt hat, verbrachte Kristensen die zwei aufeinander folgenden Jahre mit BMW, bevor er zu Audi wechselte, immer auf Siegeskurs. Anschließend wechselte er zu Bentley für einen weiteren Sieg, wurde aber von Audi zurückgeholt um dieses Jahr um seinen achten Sieg zu kämpfen.
Hat er einen bevorzugten siegreichen Moment? „Sorry, aber ich kann mich ganz einfach nicht für einen entscheiden“, erwidert er die Frage mit einem Lächeln. Auf der Strecke mag er vor allem die „S“-Kurven, die ihm hoffentlich dieses Jahr Glück bringen werden, da sein Wagen, der Audi Nummer 2, den er mit McNish und Capello teilt, momentan an vierter Position liegt, hinter den drei führenden Peugeots.
Ein weiterer dänischer Fahrer auf den ein Auge geworfen werden muss, ist Jan Magnussen, geboren am 4. Juli 1973 in Roskilde. Magnussen begann seinen Aufstieg 1995 im F1 mit McLaren und erreichte an seinem ersten Pacific Grand Prix (Aida) einen 10. Platz. Er blieb in der F1 mit Stewart Ford in 1997 und '98 und seitdem hat er eine solide und großartige Karriere in Nordamerika aufgebaut und die Sebring Podeste am mythischen Rolex 24 At Daytona in Florida bestiegen.
Am vergangenen Donnerstag, am 12 Juni, hat er zusammen mit seinem Corvette Racing Team das allererste Mal in der Geschichte die Pole Position erkämpft. Er fährt in der Kategorie LMGT1 mit der Corvette C6.R Nummer 63. „Natürlich habe ich bereits „meine“ Rolex“, sagt Magnussen. „Ich besitze zwei; beide sind mit einer besonderen Geschichte verbunden. Eine war ein Geschenk von Jackie Stewart, einem Rolex Testimonee, als ich 1997 und 1998 zu seinem Team gehörte, und die andere ist auch eine ganz besondere. Ich habe sie mit meinem Sieg am „Rolex 24 At Daytona“ gewonnen und niemand kann mich von ihr trennen.“
Wieder auf den bevorstehenden Event zurückkommend kommentiert er mit einem „big smile“ „Ich liebe Le Mans. Für mich und Corvette ist es der Event des Jahres. Der Wagen ist sehr leistungsfähig und die Qualifikation ist gut gelaufen. Es macht mir keine Freude im Regen zu fahren, davon hatte ich einen Vorgeschmack in den Testfahrten. Doch unser Wagen ist gut und folgsam in seiner Fahrweise. In diesem Rennen muss man ein schneller Fahrer sein, und wenn man weiß, dass es so ist, kann man entspannt an die Sache heran gehen und sich nicht darum sorgen, den Rhythmus zu behalten. Als ich die Geschwindigkeit der Peugeots und Audis in den Qualifikationsrunden gesehen habe, war ich beeindruckt. Ich hoffe, ich werde ein angenehmes Wochenende verbringen, wie auch mein 15-jähriger Sohn Kevin, der mich hier unterstützt. So hoffe ich natürlich auch, dass wir zusammen etwas zum Feiern haben.“
Ein weiterer populärer dänischer Fahrer ist John Nielsen (Kategorie LMP2, Team Essex, Porsche RS Spyder Nummer 31). Als Nielsen zu seiner Box zurückkehrte, war er schnell von seinen Anhängern umringt, schüttelte den Kopf und schenkte ihnen ein Lächeln. „Wenn wir für unser junges Team bereits ganz am Anfang unserer Teilnahme am 24-Stunden-Rennen von Le Mans einen Klassensieg erringen könnten, wäre ich natürlich total begeistert. Das wäre ganz toll! Ich habe übrigens sehr viel von meinen bisherigen Fehlern in den Le Mans Serien gelernt. Dies ist eine grosse Herausforderung für die Fahrer, das Team und den Wagen. Alles muss miteinander im Einklang sein, die ganzen 24 Stunden lang - es ist fast unmöglich, aber genau das macht dieses Rennen so hervorragend.“
Nielson ist so etwas wie ein Veteran. Er hat 18 Mal am 24-Stunden-Renne von Le Mans teilgenommen, mit einem Klassensieg 1990. Er fügt hinzu: „Ich mag dieses Rennen wirklich. Ich habe mich letztes Jahr hier vor Ort in Le Mans offiziell verlobt, mit einer Rolex als Verlobungsgeschenk für Bitten, meiner zukünftigen Frau und Mutter unserer sechs Kinder (5, 7, 9, 14, 22 und 24 Jahre alt).“ Ein Mechaniker unterbricht ihn, als ein Fan unbedingt ein Autogramm haben will und er schaut auf seine Uhr, eine Rolex Cosmograph Daytona, die er seit 20 Jahren trägt.
„Gestern sind die Qualifikationen wirklich gut verlaufen, “ erzählt er weiter. „Wir sind auf 16. Position an der Startmarkierung, die erste in unserer Kategorie. Unser Plan ist auf der Strasse zu bleiben und einen guten Rhythmus beizubehalten. Es gibt einen Grund, warum ich so gerne auf Porsche Rennen fahre. Die Wagen kennen kein Limit. Man kann sie richtig antreiben, ohne in Schwierigkeiten zu geraten. Es genügt schnell zu fahren und alles zu geben. Geschwindigkeit ist ein Plus für Porsche; die Wagen sind sehr zuverlässig. Das hilft sich vom Stress zu befreien - alles was Du machen musst, ist fahren.“ Er winkt jemandem in der Menge zu sagt, „Heute Morgen bin ich zu den Lagern gegangen, wo alle Dänen zentralisiert sind. In einigen dieser Zelte können bis zu 5000 Personen Platz finden. Ich habe mich mit den Campern über meine Resultate von gestern unterhalten.“
Man könnte sagen, dass seine strahlend blauen Augen in seinem himmelblauen Rennanzug noch mehr zum Ausdruck kommen. Sein Co-Pilot Casper Elgaard kommt auf ihn zu. Dies ist Elgaard's 6. Teilnahme am 24-Stunden-Rennen von Le Mans und sein Lächeln untermalt seine vergangenen Erfolge: letztes Jahr wurde er dritter in seiner Klasse, ein Erfolg der sich vorzeigen lässt und den er gerne wiederholen möchte. „Ich hoffe einfach auf ein gutes Wochenende. Wir haben versucht, die Pole-Position zu erlangen und gestern haben wir am Wagen gearbeitet. Ich will meiner Freundin Lise Marie und meinem Vater Peter zeigen, dass das Team gut funktioniert. Ich muss betonen, dass alle Mechaniker eine tolle Arbeit leisten und sich dieser voll und ganz widmen, wofür sie den ganzen Winter trainiert haben! Unser Projekt wird wirklich von einem echten Team unterstützt.“
Rolex ist seit 2001 offizieller Zeitmesser am 24-Stunden-Rennen von Le Mans, respektive seit 2005 an den Le Mans Series.
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