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2010
Rolex 24 At Daytona
Daytona (FL), USA
January 30 - 31, 2010
MIT DER GRÜNEN FLAGGE KAM DER REGEN BEIM ROLEX 24 AT DAYTONA

31. Januar 2010

Als die Teams ihre Rennwagen für den Start des Rolex 24 At Daytona vorbereiteten und die Fahrer auf Posters, die den Fans an der Rennstrecke ausgehändigt worden waren, Autogramme verteilten, bildeten sich regelrechte Wolkentürme. Es sah so aus, als ob das vorausgesagte Unwetter genau zum Start einsetzen würde. Während dem Vorstart-Prozedere regnete es bereits in Strömen. Als der Zeremonienmeister „Grand Marshal“ Vic Elford den Befehl gab: „Gentlemen, Start Your Engines“ (Meine Herren, starten Sie die Motoren), prasselte der Regen heftig auf das Renngelände nieder.

Elford gilt weitverbreitet als einer der vielseitigsten Fahrer der 60er- und 70er-Jahre. Der britische Fahrer nahm an Rallys teil, an Sportwagenrennen, Can-Am, Trans-Am, Formel 1 und sogar an NASCAR’s (National Association for Stock Car Auto Racing). 1968 gewann er das Rolex 24 At Daytona. Als er letzten Freitag am Rolex Grand Marshal Dinner seine Rede hielt, trug er seine Rolex Cosmograph Daytona Edelstahl, die er damals für seinen Sieg erhalten hatte.

Vic Elford unterhielt die aufmerksame Zuhörerschaft mit ein paar fesselnden Geschichten über seine aktiven Renntage. Eine davon war über die Entwicklung des Porsche 917 für das Le Mans-Rennen 1970. Es wurde viel Zeit, Aufwand und Geld investiert, und zwar lediglich um die gezielte Geschwindigkeit von 250 km/h am Ende der Mulsanne-Gerade zu erreichen. Als alle Details und Einstellungen stimmten, gaben sie bekannt, dass dieser Wagen den Geschwindigkeits-Meilenstein mit Bestimmtheit erreichen würde. Während dem Rennen erreichten sie jedoch nur 243 km/h – sehr zur Frustration und Enttäuschung der Ingenieure. Was die Ingenieure nicht mit einberechnet hatten, war die Tatsache, dass Reifen sich bei hoher Geschwindigkeit ausdehnen und die Höchstgeschwindigkeit des Wagens begrenzen.

Mit dem heutigen Rennen, das bei strömendem Regen gestartet wurde, kontrollierte das Pace Car das Feld bis zur fünften Runde - bis dem Feld „grün“ gezeigt wurde. Danach fuhren die Wagen in den Kurven Seite an Seite, trotz des Wassers auf der Fahrbahn. Für die Zuschauer sehr aufregend, aber zum Fahren bestimmt sehr schwierig!

Nach zwei Stunden – nach der 53. Runde – hatte es bereits fünfmal einen Führungswechsel in der DP Klasse (Daytona-Prototyp-Klasse) gegeben. Bis zur fünften Runde führte Max Angelelli aus der Poleposition heraus, bis der dreifach Sieger Scott Pruett ab der siebten Runde die Führung übernahm. Während der ersten Stunde des Rennens lagen auch Ozz Negri, Memo Gidley, Dane Cameron, Scott Dixon und Ricardo Zonta jeweils kurzfristig in Führung. Die schnellste Runde erzielte Dixon mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 110:783 km/h.

Beim Nachlassen des Regens war die Temperatur merklich kühler geworden. Umso hitziger ging es auf der Rennstrecke zu. Die Fahrer fuhren eher wie in einem Sprintrennen – mit viel Risiko und Gedränge um die Führungsposition auf der Rennstrecke. Als es auf dem Daytona International Speedway dunkel wurde, hatte man fast das Gefühl wie in einer Kathedrale zu sein. Das Dröhnen der Rennwagen widerhallte auf der Innenbahn, und zusammen mit der im Einklang hergehenden Auspuffgeräusche entstand eine faszinierende harmonische Stimmung.

Rolex und der Motorsport – Die Präsenz von Rolex im Motorsport begann in den 30er-Jahren Bereits damals trug Sir Malcolm Campbell, ein britischer Rennfahrer und mehrfacher Geschwindigkeitsrekordhalter, eine Rolex Oyster. Im September 1935 stellte er einen unvorstellbaren Rekord auf: Er war der erste Mensch, der die magische Grenze von 300 Meilen pro Stunde überschritt. Campbell erreichte eine Geschwindigkeit von mehr als 300 Meilen pro Stunde, also rund 484 Stundenkilometer. Damit stellte er einen neuen Geschwindigkeitsrekord (Landrekord) auf. Ende der 50er-Jahre begann die eigentliche Beziehung zwischen Rolex und dem Motorsport. Seit 1959 unterstützt Rolex die amerikanische Rennstrecke Daytona International Speedway in Florida, wo das Ausdauerrennen 24 At Daytona ausgetragen wird. 1992 wurde Rolex Titelsponsor dieser Motorsportveranstaltung.

In der zweiten Hälfte der 60er-Jahre wurde die Herstellung einer ebenso legendären Armbanduhr von diesem Rennen inspiriert: die Cosmograph Daytona. Sie bietet Geschwindigkeitsfans die Möglichkeit, Zeiten zu stoppen und Durchschnittsgeschwindigkeiten zu berechnen.

Rolex ist am Sponsoring von einigen der prestigeträchtigsten Events in der Motorsportindustrie beteiligt. Ausdauerrennen wie das Rolex 24 At Daytona, das 24-Stunden-Rennen von Le Mans, die European Le Mans Series und die Rolex Sports Car Series sind die wichtigsten Events im Rolex Portfolio. Rolex würdigt außerdem Design, Geschwindigkeit, Leidenschaft und Durchhaltevermögen der vergangenen Ära, indem sie historische Rennen wie das Goodwood Revival und das Rolex Monterey Motorsports Reunion sponsert, und auch Wettkämpfe wie das Pebble Beach Concours d'Elegance, the Pebble Beach Tour d'Elegance presented by Rolex und The Quail, ein Motorsport Treffen.

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